AHK World Business Outlook: Wirtschaftliche Abkühlung in der EU

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) veröffentlichte die Ergebnisse der Umfrage „AHK World Business Outlook“. Die Umfrage basiert auf einer regelmäßigen DIHK-Umfrage bei den Mitgliedsunternehmen der Deutschen Auslandshandelskammern, Delegationen und Repräsentanzen (AHKs).

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Weltweit nahmen über 4.500 deutsche Unternehmen, Niederlassungen und Tochtergesellschaften an der Umfrage teil und bewerteten sowohl die eigenen Geschäftsaussichten als auch die wirtschaftliche Entwicklung vor Ort. 34 % der befragten Unternehmen stammen aus dem Bereich Industrie und Baugewerbe, 43 % aus dem Dienstleistungssektor und weitere 23 % aus dem Handel.

Anhand der Ergebnisse wird deutlich, dass es der Weltwirtschaft an Dynamik fehlt. Mit Wachstumsraten von knapp über drei Prozent legen Welt-BIP und Welthandel in diesem und im nächsten Jahr nur schwach zu. Internationale Handelsstreitigkeiten und zunehmender Protektionismus in vielen Teilen der Welt werden für die Geschäfte deutscher Unternehmen im Ausland immer mehr zur Realität.

Laut Dr. Volker Treier, Außenwirtschaftschef der DIHK, weisen die deutschen Unternehmen trotz der schwierigen Wirtschaftslage weiterhin Wachstumsraten vor. Die Hälfte der befragen Unternehmen bezeichnet ihre derzeitige Lage als gut, auch deren Geschäftserwartungen für die Zukunft sind weiterhin positiv. Doch gestaltet sich das Betriebsumfeld zunehmend rauer.

Hauptrisiken für die Wirtschaftsentwicklung sind nach Meinung der Befragten die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen, die Inlandsnachfrage sowie die konjunkturelle Situation in zahlreichen Ländern. Die Eurozone folgt dem Gesamtwirtschaftlichen Trend. Neben den wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen und der Nachfrage ist hier auch der Fachkräftemangel als Hauptrisiko der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung genannt worden.

In Slowenien wird die Lage der Unternehmen besser eingeschätzt als im EU-Durchschnitt. Die konjunkturelle Entwicklung und die Erwartungen sind weiterhin positiv. Ausgehend von der MOE Umfrage der AHK Slowenien, sind sowohl die Investitions- als auch die Beschäftigungspläne deutscher und ausländischer Unternehmen mit Sitz in Slowenien weiterhin positiv. Im Vergleich zu anderen MOE-Ländern und Deutschland sind die größten Sorgen der Unternehmen die Nachfrageentwicklung im Inland, die hohe Steuerlast sowie der Fachkräftemangel.

Gertrud Rantzen, Vorstandsvorsitzende der AHK Slowenien äußerte sich zu den Ergebnissen mit den folgenden Worten: „Das Geschäftsklima der Unternehmen in Slowenien ist weiterhin positiv gestimmt, trotz der sich eintrübenden weltwirtschaftlichen Entwicklung. So bleiben auch die positiven Erwartungen für die wirtschaftliche Entwicklung für 2019 erhalten. Die Eintrübung der Nachfrage in Verbindung mit dem zunehmenden Fachkräftemangel ist das größte Risiko der noch guten wirtschaftlichen Lage in Slowenien. Die Wirtschaftspolitik ist in diesem Fall gefragt, den genannten Herausforderungen gezielt und effektiv entgegenzuwirken und junge Menschen bedarfs- und marktgerecht zu qualifizieren sowie attraktive Rahmenbedingungen für ausländische Fachkräfte zu schaffen.“

Die gesamten Ergebnisse der AHK World Business Outlook Umfrage finden Sie hier

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