Ein zentraler Fokus der Veranstaltung war der Konsens, dass Deutschland und Slowenien langjährige, stabile Partner sind. Angesichts globaler Veränderungen eröffnen sich neue Chancen in der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie, weshalb enge, strategische Zusammenarbeit für erfolgreiche Lösungen entscheidend bleibt.
Die Podiumsdiskussion zeigte, dass die europäische Sicherheits- und Verteidigungsindustrie sich in einer Phase rascher Veränderungen befindet und Europa schneller, intelligenter investieren muss. Dies bestätigte auch Boštjan Skalar (GOIS), der hervorhob, dass die wachsende Mitgliederzahl bei GOIS und BDSV die strategische Bedeutung des Sektors unterstreicht. Stefan Kaegebein (DIHK) machte deutlich, dass die Verteidigungsindustrie kein klassischer Markt sei und Stabilität sowie strategische Planung entscheidend sind. Chancen liegen vor allem bei hochspezialisierten Lösungen, z. B. in Kommunikation, unbemannten Systemen, Sensorik, Analytik und Logistik. Auf strategischer Ebene hob Damir Črnčec (DOVOS) hervor: „Unser Ziel ist größere Autarkie und eine stabile industrielle Basis, die Slowenien langfristige Sicherheit und Entwicklung ermöglicht.
Die Veranstaltung stellte auch WIMCOM vor als Berater von Firmen im Bereich Sicherheit und Verteidigung. Heinrich Niermann betonte, dass der Militärmarkt hinsichtlich Stabilität und Nachfrage spezifisch und anspruchsvoll ist, jedoch für entsprechend vorbereitete Unternehmen eine sehr rentable Gelegenheit darstellen kann.
Die Paneldiskussion zeigte, dass die slowenische und europäische Verteidigungsindustrie mehr Zusammenarbeit, schnellere Industrialisierung und mutige Strategien benötigt. Peter Butoln (MADS) unterstrich das Potenzial von Vernetzung und Zusammenarbeit der Unternehmen in Slowenien, während Miloš Milosavljević (Valhalla Turrets) die bestehenden Herausforderungen wie Bürokratie und fehlende Industrialisierung kritisierte. Lukas Jehle (Rheinmetall MAN Military Vehicles) betonte, dass die Zusammenarbeit mit Rheinmetall mit der Registrierung im eigenen System beginnt. Tim Castagne (Arex) betonte die Bedeutung eines aktiven Interesses des Staates für schnelleren Marktzugang und bessere Unterstützung von Exporten. Barbara Zollmann (AHK Ungarn) und Žiga Gosar (Elvez) wiesen darauf hin, dass langfristige Planung und strategische Anpassung entscheidend sind und der Übergang in die Verteidigungsindustrie keine einfache Übertragung von Kenntnissen aus der Automobilindustrie darstellt, sondern eine umfassende Restrukturierung erfordert. Dušan Olaj (Duol) sah internationales Wachstumspotenzial in diesem Bereich, insbesondere im Nahen Osten.
Wir danken unseren Sponsoren der Veranstaltung aufrichtig: Arex Šentjernej, Duol, Elvez und Valhalla Turrets, als auch unserem Media Partner Finance.