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Künstliche Intelligenz in Deutschland: führt die vierte industrielle Revolution zu mehr Nachhaltigkeit?

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Ist die künstliche Intelligenz unsere Zukunft? Welche Auswirkungen hat sie auf unsere Umwelt und kann sie sogar einen positiven Beitrag zum Klimaschutz leisten? – Nicht nur im Silicon Valley in den USA wird derzeit unaufhaltsam an künstlicher Intelligenz geforscht. Auch Deutschland hat sich in den letzten Jahren zu einem der weltweit führenden Forschungsstandort für künstliche Intelligenz entwickelt.

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Warum gerade Deutschland?

 

Deutschland ist als Standort für ausländische Investoren, die in künstliche Intelligenz investieren wollen, sehr attraktiv. Neben einer hohen Anzahl von potenziellen Kunden besticht das Land vor allem durch seine strikten Datenschutzrichtlinien. Die rechtliche und politische Sicherheit erleichtert den Eintritt von internationalen Unternehmen in diesem Bereich. Dadurch erfüllen Entwicklungen im Bereich der künstlichen Intelligenz aus Deutschland in jeder Hinsicht die übergreifenden Standards oder übertreffen diese sogar. Dies schafft international einen Vorteil. Des Weiteren hat das Land ein ausgeprägtes Unternehmertum. Vor allem in Berlin, München und im Ruhrgebiet gibt es eine sehr große Start-up-Szene.

 

Die Bundesregierung hat ein großes Interesse, Deutschland als Innovationsstandort zu erhalten und die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Folglich wurde am 18. November 2018 eine KI-Strategie verabschiedet. Diese sieht, laut Informationen des GTAI vor, im Zeitraum von 2019 bis 2025 Fördergelder in Höhe von fünf Milliarden Euro in die KI-Forschung und -Entwicklung zu investieren.

 

Fokus auf Forschung und Entwicklung

 

Insbesondere im Südwesten des Landes haben sich in den letzten Jahren immer mehr Universitäten im Bereich der künstlichen Intelligenz spezialisiert. Dabei entstand das Deutsche Forschungszentrum für künstliche Intelligenz (DFKI), welches mit über 800 WissenschaftlerInnen eines der weltweit größten Forschungszentren ist. Das DFKI fördert neben der Forschung zahlreiche Kooperationen mit Unternehmen, um Deutschlands Führungsposition im Forschungsfeld künstliche Intelligenz zu sichern. Zudem bilden deutsche Universitäten hoch qualifizierte IT-Arbeitskräfte aus. Deutschlands Schwerpunkte im Bereich der künstlichen Intelligenz sind u.a. die Automobilbranche, das Gesundheitswesen und die Fertigungsindustrie. Das Ziel ist die Entwicklung und die Kommerzialisierung von KI-Technologien.

 

In den letzten Jahren haben sich Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen als ein weiterer Schwerpunkt-Bereich des DFKI herauskristallisiert. Unsere Gesellschaft steht zunehmend stärker vor den Herausforderungen, auf Umweltprobleme schnelle und effiziente Lösungen zu finden, um die Nachhaltigkeit langfristig zu sichern. Das Kompetenzzentrum KI für Umwelt und Natur sammelt ExpertInnen-Wissen des DFKI, um dieses anwendungsorientiert für den nachhaltigen Umgang mit unserer Erde einzusetzen.

 

Die vom Kompetenzzentrum KI für Umwelt und Natur erforschten und gesammelten Methoden können aktuell unter anderem eingesetzt werden zur:

 

  1. Detektion von Umweltverschmutzung,
  2. Entwicklung nachhaltiger Methoden in der Agrarwirtschaft,
  3. Intelligenten Mülltrennung und -Beseitigung,
  4. Nachhaltigeren Nutzung aquatischer Umgebungen,
  5. Zukunftsorientierten Entwicklung grüner Mobilität,
  6. Reduzierung des Energieverbrauchs,
  7. Optimierung der Kreislaufwirtschaft,
  8. Umweltbewussten Produktion,
  9. Energieoptimierung,
  10. CO2 Reduktion,
  11. Steigerung der Ressourceneffizienz,
  12. Ressourcenschonung.
Anreize der Bundesregierung

 

In der Praxis ergeben sich vielfältige Einsatzbereiche für künstliche Intelligenz für den Umwelt- und Klimaschutz. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz hat deshalb ein Fünf-Punkte-Programm entwickelt mit dem Titel „Künstliche Intelligenz für Umwelt und Klima“. Dabei stellt das Ministerium in den kommenden Jahren 150 Millionen Euro für die Umsetzung des folgenden Programms zur Verfügung:

 

Fünf-Punkte-Programm „Künstliche Intelligenz für Umwelt und Klima“

 

Punkt 1: KI für die Energiewende und mehr Klimaschutz

Punkt 2: KI ressourcenschonend gestalten

Punkt 3: KI für mehr Ressourceneffizienz im Mittelstand

Punkt 4: KI für alle, gemeinwohlorientiert und umweltgerecht

Punkt 5: KI für das öffentliche Umweltverständnis

 

 

Quellen: DFKI, GTAI, BMUV, KI-Verband

 

Autorin: Linnea Bernhard

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