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COVID-19: Neuanfang oder Risiko für die Nachhaltigkeit?

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Im Juni veröffentlichte das sog. „Hochrangige Politische Forum für Nachhaltige Entwicklung“ (HLPF) der Vereinten Nationen (UN), den Entwicklungsbericht zur Nachhaltigkeit für das Jahr 2020. Dieser Bericht enthält ein weltweites Länderranking gemessen am SDG-Index (Sustainable Development Goals Index). Der Index orientiert sich an insgesamt 17 Zielen und 169 Unterzielen, die ein menschenwürdiges Leben ermöglichen und gleichsam die natürlichen Lebensgrundlagen dauerhaft bewahren sollen. Deutschland belegt im aktuellen Ranking Platz 5, währenddessen Slowenien auf Platz 12 zu finden ist.

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Neben dem Kampf gegen den Hunger gehören zu den UN-Nachhaltigkeitszielen der Kampf gegen Armut, gegen Diskriminierung von Frauen, gegen Korruption und für Gerechtigkeit und Frieden. Dazu gehört Bildung für alle, der Schutz des Klimas und der Biodiversität, um nur ein paar Beispiele der Ziele zu nennen. Deutschland belegt im aktuellen Ranking Platz 5, währenddessen Slowenien, wie auch im letzten Jahr, auf Platz 12 zu finden ist. Deutschland verbessert sich damit um einen Platz im Vergleich zum Vorjahr, liegt aber nach wie vor hinter den Bestplatzierten Dänemark, Schweden, Finnland und Frankreich. Die größten Herausforderungen für Deutschland finden sich in SDG 12 (Nachhaltiger Konsum und Produktion), SDG 13 (Klimaschutz und Anpassung) und SDG 14 (Leben unter Wasser).

 

Warum ist Nachhaltigkeit für Unternehmen wichtig?

 

Die Medien sind voll von Schreckensbotschaften über Umweltkatastrophen, Klimawandel, Artensterben, Plastik in den Meeren und Hungersnöten. Das etwas getan werden muss ist eindeutig. Doch warum sollten profitorientierte Unternehmen eine Nachhaltigkeitsstrategie erarbeiten? Der allgemeine gesellschaftliche Wandel zu bewusstem und nachhaltig ausgerichtetem Konsum ist mittlerweile zum allgemein anerkannten Konsens geworden. So ist die Nachhaltigkeit von Produkten oder Dienstleistungen ein wichtiger Bestandteil für das Image eines Unternehmens. Es ist zugleich ein Investitions- sowie auch ein Verkaufsargument. Nachhaltige Unternehmen sind meist effizienter und krisenresistenter.

 

Welchen Einfluss hat die COVID-19 Pandemie auf die Nachhaltigkeitsentwicklung?

 

Die UN befürchten das erste Mal seit Aufzeichnung der Nachhaltigkeitsziele im Jahr 1990 einen weltweiten Rückgang von Bildung, Gesundheit und Lebensstandards. Die Covid-19-Pandemie ist die schlimmste Gesundheits- und Wirtschaftskrise des gesamten letzten Jahrhunderts. Die bisher ergriffenen Maßnahmen, wie die wochenlange Schließung vieler Wirtschaftszweige, hat zu einer globalen Krise und dem massiven Verlust von Arbeitsplätzen geführt. Der einzige positive Aspekt in diesem düsteren Bild ist die Verringerung der Umweltauswirkungen infolge des Rückgangs der wirtschaftlichen Aktivität. Schlüsselziel ist es nun die Wirtschaft anzukurbeln, ohne in unnachhaltige alte Muster zurückzufallen.

 

Autor: Janis Skerhut

 

Der Entwicklungsbericht zur Nachhaltigkeit wird vom renommierten Wissenschaftsverlag Cambridge University Press veröffentlicht und enthält das jährlich erscheinende Messinstrument für Länderfortschritte bei der UN-Agenda 2030, den SDG-Index.

 

Den aktuellen Bericht auf Englisch finden Sie hier.

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