Rente mit 69 wird in Deutschland unvermeidlich

Angesichts des durch den demographischen Wandel herbeigeführte zu erwartende Personalmangel, wird eine schrittweise Erhöhung des Rentenalters in Deutschland unumgänglich werden.

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Gegenwärtig wird in Berlin über die Zukunft des deutschen Rentensystemes verhandelt. Ziel dieser Verhandlungen soll ein Reformvorschlag sein, der den Beitragssatz nicht grenzenlos ansteigen lässt und gleichzeitig das Rentenniveau stabilisiert. Schon jetzt macht der steuerfinanzierte Bundeszuschuss, der 90 Milliarden Euro im Jahr beträgt, ein Drittel der Gesamtausgaben des Bundes aus. Darüber hinaus wird sich bereits 2025 der demographische Wandel verschärft auf das Rentensystem auswirken, wenn die geburtenstarken Jahrgänge beginnen werden in den Ruhestand einzutreten.

Aus diesem Grund plädiert der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) für eine schrittweise Erhöhung des Rentenalters auf 69 Jahre. Dieses Ziel soll erreicht werden, indem der Renteneintritt jährlich um einen Monat und später um zwei Monate hinausgeschoben wird. In den 2040er Jahren soll dann in Folge das Renteneintrittsalter bei 69 Jahren liegen.

Diese schrittweise Verlängerung der Erwerbstätigkeit bringt mehrere Vorteile mit sich. Zum einen kann mit einen späteren Renteneintritt die Finanzierungsbasis der Rentenversicherung stabilisiert werden. Zum anderen wird durch eine verlängerte Erwerbstätigkeit sowohl der Steuerzahler entlastet. Hinzu kommt auch, dass der Bundeszuschuss weniger stark steigt. Zusätzlich hilft dieser verspätete Renteneinstieg den Arbeitgebern, die ohnehin schon jetzt unter dem Fachkräftemangel leiden. Ein weiterer Vorteil ist auch der mit jedem Jahr Erwerbstätigkeit steigende Rentenanspruch.

Bei allen möglichen Reformvorschlägen muss jedoch beachtet werden, dass nicht nur letztendlich die Ausgaben steigen, sondern auch die Steuereinnahmen sinken werden.

Quelle: Welt Online

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