DIHK senkt Wachstumsprognose deutlich

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hat heute die Ergebnisse seiner jüngsten Konjunkturumfrage unter rund 27.000 Unternehmen vorgestellt und dabei die Wachstumsprognose für 2019 von zuletzt 1,7 Prozent auf 0,9 Prozent kräftig gesenkt.

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"Das Konjunkturbild in Deutschland verschlechtert sich deutlich", warnte DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben, als er die Ergebnisse der Erhebung heute in Berlin vorstellte. "Insbesondere die Industrie leidet unter den Verwerfungen im außenwirtschaftlichen Umfeld."

Betroffen seien nicht nur die Exporteure, sondern auch verbundene Zulieferer und Dienstleister im Inland. Und: Nach neun Jahren Wachstum beginne auch die Binnenkonjunktur zu schwächeln. "Gleichzeitig fehlt es vielen Unternehmen, denen es eigentlich besser gehen könnte, an Fachkräften, um weiter zu wachsen", so Wansleben. Als Geschäftsrisiko betrachteten dies 61 Prozent der Befragten, in der Baubranche sogar 81 Prozent.

"Der Ausblick der Unternehmen verdunkelt sich daher", sagte er. Die Einschätzungen der Geschäftserwartungen hätten in allen Wirtschaftszweigen erheblich nachgelassen. Die Sorgen um die Nachfrage aus dem In- und Ausland nähmen spürbar zu; die Exporterwartungen fielen so niedrig aus wie zuletzt 2012. Auch die Investitions- und Beschäftigungsabsichten hätten im Laufe des vergangenen Jahres merklich nachgelassen, fasste der DIHK-Hauptgeschäftsführer die Umfrageergebnisse zusammen.

Für 2019 rechne der DIHK daher nur noch mit 0,9 Prozent Wachstum, berichtete Wansleben. "Insoweit nehmen wir unsere Prognose vom Herbst letzten Jahres von 1,7 Prozent kräftig zurück." Eine wirtschaftliche Krise prognostiziere der DIHK jedoch aktuell nicht. Allerdings könne das Wachstum noch stärker zurückgehen, wenn es zu einem chaotischen Brexit komme.

Alle Ergebnisse der DIHK-Konjunkturumfrage zu Jahresbeginn 2019 finden Sie hier.

Quelle: DIHK

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