Daten – neuer Rohstoff der Industrie

Am 15. Januar 2019 eröffnete die AHK Slowenien auf dem schon traditionellen Kick-Off Meeting in den Räumlichkeiten des Demonstrations- und Schulungszentrums von Knauf Insulation (Knauf Insulation Experience Center) das Jahresprogramm zum Thema "Industrie 4.0".

  • © AHK Slowenien

Zu Beginn der Veranstaltung stellte die Vorstandsvorsitzende der AHK Slowenien, Gertrud Rantzen, die Ergebnisse der Umfrage zum Thema Industrie 4.0 vor, die die AHK Ende 2018 unter slowenischen Unternehmen durchgeführt hat. Die Ergebnisse der Umfrage zeigen auf ein gutes Grundverständnis des Industrie-4.0-Konzepts in slowenischen Unternehmen hin, obwohl sich viele Unternehmen noch immer nicht darüber Bewusst sind, wie wichtig es ist, die Umsetzung der Industrie-4.0-Strategie zu messen. Die Gründe dafür sind hauptsächlich auf mangelnde Kenntnisse, Kompetenzen und Qualifikationen und etwas weniger auf fehlendes finanzielles Mittel zurückzuführen. „Zu den Herausforderungen, denen Unternehmen in Slowenien bei der Umsetzung von Digitalisierung und Industrie 4.0 begegnen, gehört auch der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften. Welche Arbeitserfahrungen werden zukünftige Arbeitgeber bei potenziellen Kandidaten suchen? Diese Frage werden wir unter anderem versuchen im Rahmen unseres Jahresprogramms zum Thema "Industrie 4.0" zu beantworten,“ sagte Gertrud Rantzen und kündigte an, dass die AHK Slowenien im Jahr 2019 den Zertifikatslehrgang Industrie 4.0 in ihr Weiterbildungsprogramm einführen wird.

Im Anhang diskutierten slowenische Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft im Rahmen der Diskussionsrunde über die Ergebnisse der Umfrage und teilten ihr Wissen und ihre Erfahrungen mit den Angehörigen. Teilnehmer der Diskussionsrunde waren Prof. Dr. Dunja Mladenić, Leiterin des Labors für Künstliche Intelligenz am Jožef Stefan Institut, Tomaž Lanišek, Geschäftsführer von Knauf Insulation Škofja Loka, Rok Koren, Key Account Manager und der Verantwortliche für Digitalisierung bei Siemens Slovenija und Dr. Blaž Fortuna, Labor für künstliche Intelligenz am Jožef Stefan Institut und Geschäftsführer von Qlector.

„Die Zukunft liegt in neuen Technologien, die es noch nicht gibt. Monitoring ist erforderlich, um innovative Technologien zu erreichen. Ich empfehle Unternehmen, die auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz vorankommen wollen, die vorhandenen Daten ständig zu sammeln und Messindikatoren zu ermitteln,“ sagte Prof. Dr. Mladenić und wies darauf hin, dass Führungskräfte in Unternehmen das Potenzial ihrer Mitarbeiter erkennen und es fordern müssen. „Obwohl bei der künstlichen Intelligenz viel von Roboter die Rede ist, muss der Mensch im Mittelpunkt bleiben.“

Wer wettbewerbsfähig und oder sogar Pionier in der Industrie sein will, muss dem Fortschritt und der Industrie 4.0 folgen, betont Tomaž Lanišek. „Vor einem Jahr, als Roboter in unsere Produktion implementiert wurden, hatten wir Probleme mit den Mitarbeitern, weil sie viele Bedenken hinsichtlich der Automatisierung hatten. Heute sind Roboter ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Produktion und leisten einen großen Teil der Routinearbeiten.“

Auch Rok Koren wies auf die Notwendigkeit eines systematischen Ansatzes zur Industrie 4.0-Strategie in Unternehmen hin: »Unternehmen müssen ein ganzheitlicher Schritt zur künstlichen Intelligenz unternehmen. Das bedeutet, dass sie eine umfassende Analyse von Maschinen, Prozessen und der Beziehung zwischen Maschine und Benutzer durchführen, KPIs bestimmen usw. müssen. Wichtig dabei ist, dass sie schrittweise herangehen.“

Ein wichtiger Teil der Industrie-4.0-Strategie ist Datenerfassung sagt Dr. Fortuna: „Unternehmen müssen anfangen die schon gesammelten Daten zu analysieren, wobei sie sich über die Langfristigkeit dieses Prozesses bewusst sein müssen.“ Der Prozess des Verstehens und Messens von Daten muss daher von den Unternehmen schrittweise durchgeführt werden, wobei sie lernen müssen, den Erfassungsprozess zu kontrollieren.

Mehr zum Jahresprogramm und den Aktivitäten der AHK Slowenien zum Thema Industrie 4.0 finden Sie hier.  

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