AHK World Business Outlook: Slowenische Unternehmen bleiben optimistisch

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) veröffentlichte die Ergebnisse der regelmäßigen Umfrage „AHK World Business Outlook“, die im September und Oktober 2018 bei den deutschen Auslandshandelskammern, Delegationen und Repräsentanzen durchgeführt wurde.

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Weltweit nahmen über 3.500 Mitgliedsunternehmen aus Industrie (35 %), Dienstleistungsbereich (42 %) und Handel (23 %), darunter deutsche Unternehmen, Niederlassungen, Tochtergesellschaften sowie Firmen mit engem Deutschlandbezug, an der Umfrage teil und bewerteten sowohl die eigenen Geschäftsaussichten als auch die wirtschaftliche Entwicklung vor Ort.

Anhand der Ergebnisse hat sich gezeigt, dass sich die Weltwirtschaft deutlich langsamer entwickelt als bis vor Kurzem erwartet. Die von der AHK Umfrage ermittelten Stimmungsindikatoren für die weltweite Wirtschaftsentwicklung trüben sich im Vergleich zur Frühjahrsumfrage ein. Während sich in der Frühjahresumfrage noch 40 % der Teilnehmer positiv hinsichtlich der lokalen Konjunkturentwicklung zeigten, antizipieren in der aktuellen Umfrage lediglich 27 % eine Verbesserung der wirtschaftlichen Lage.

Das Bruttoinlandsprodukt 2018 soll global statt den prognostizierten 4 Prozent nur um 3,6 Prozent zulegen und soll damit unter dem langjährigen Durchschnitt von 3,8 Prozent liegen. Auf Basis der Umfrageergebnisse ist für 2019 mit einem Zuwachs von 3,5 Prozent zu rechnen.

Hauptrisiken für die Wirtschaftsentwicklung sind die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen, die Inlandsnachfrage und der Wechselkurs. Die Eurozone folgt dem Gesamtwirtschaftlichen Trend. Neben den wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen und der Nachfrage ist hier vor allem der Fachkräftemangel das Hauptrisiko der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung.

In Slowenien wird die Lage der Unternehmen besser eingeschätzt als die konjunkturelle Entwicklung und die Erwartungen sind weiterhin positiv. Nur acht Prozent geht von einer Eintrübung aus. Aus diesem Grund sind sowohl die Investitions- als auch die Beschäftigungspläne unserer Mitgliedsunternehmen weiterhin positiv. Im Vergleich zu anderen MOE-Ländern und Deutschland ist die größte Sorge der Mitgliedsunternehmen die Nachfrageentwicklung im Inland.

Gertrud Rantzen, Vorstandsvorsitzende der AHK Slowenien äußerte sich zu den Ergebnissen mit den folgenden Worten: „Die Geschäftslage der Unternehmen in Slowenien ist immer noch gut, trotz der sich eintrübenden weltwirtschaftlichen Entwicklung. Auch sind die Erwartungen für die Entwicklung in den Unternehmen für 2019 positiv. Die Eintrübung der Nachfrage in Verbindung mit dem zunehmenden Fachkräftemangel ist das größte Risiko der noch guten wirtschaftlichen Lage in Slowenien. Die Wirtschaftspolitik ist deshalb gefragt hier gezielt entgegenzuwirken, um zu einem mehr junge Menschen bedarfs- und marktgerecht zu qualifizieren und attraktive Rahmenbedingungen für ausländische Fachkräfte zu schaffen.“

Die gesamten Ergebnisse der AHK World Business Outlook Umfrage finden Sie hier.

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