Slowenien kompakt

Slowenien ist mit einer Fläche von nur 20.273 km² größentechnisch etwa vergleichbar mit Hessen und damit eines der kleinsten Länder Europas. Das Alpen-Adria-Land hat als erstes EU-Mitgliedsland des ehemaligen Jugoslawiens eine besondere Brückenfunktion zwischen der EU und den Ländern des Balkans. Slowenien ist aus statistischen und administrativen Gründen in 12 Regionen aufgeteilt. Diese Regionen haben jedoch keine eigenen politischen, administrativen und rechtlichen Einrichtungen. Die Hauptstadt Ljubljana (dt. Laibach) liegt im Zentrum Sloweniens und ist mit ca. 280.000 Einwohnern die größte Stadt sowie politisches und kulturelles Zentrum des Landes.

Abwechslungsreich trotz kleiner Fläche
Trotz der relativ kleinen Größe hat Slowenien vielfältige Landschaftsformen zu bieten. Im Nordosten ist Slowenien von Mittelgebirgen und Hügellandschaften geprägt, im Südwesten befindet sich die 46,6 km lange Adriaküste, die Landesmitte ist durch Karst-Flächen gekennzeichnet und im Nordwesten verlaufen die Hochgebirgszüge der Julischen Alpen, der Karawanken und der Steiner Alpen.
Slowenien besitzt eine gute Verkehrsinfrastruktur mit einem Autobahnnetz, Zug- und Busverbindungen besonders in den größeren Städten und dem internationalen Flughafen Ljubljana und zwei kleineren in Maribor und Portorož. Der Hafen in Koper ermöglicht Slowenien Überseeverbindungen über die Adria in die ganze Welt.

Parlamentarische Demokratie seit 1991
Seit der Unabhängigkeit Sloweniens vom ehemaligen Jugoslawien (25. Juni 1991) besteht in Slowenien eine parlamentarische Demokratie die durch die 1991 und seitdem angepasste Verfassung der Republik Slowenien definiert ist. Das slowenische Parlament setzt sich aus der Staatsversammlung (90 Mitglieder) und dem Staatsrat (40 Mitglieder) zusammen. Der derzeitige Regierungschef ist Dr. Miro Cerar, das Staatsoberhaupt ist der Staatspräsident Borut Pahor.

Erholung der Wirtschaft nach der Krise
Bis zur weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise war Sloweniens Wirtschaft von stetigem, dynamischem Wachstum geprägt. Noch 2008 lag das BIP in Slowenien bei 37,3 Mrd. € - 2009 schrumpfte es dann im Zuge der Wirtschaftskrise um 8,1% auf 35,4 Mrd. €. Danach zeigte sich die allgemeine Erholung der Weltwirtschaft 2010 auch hierzulande mit einem bescheidenen Wachstum von 1,4%, welches vor allem der Exportwirtschaft zu verdanken ist. Allerdings schrumpfte die slowenische Wirtschaft 2011 gemäß vorläufiger Angaben um 0,2%, während im Vergleich die EURO-Zone (1,44%) und die EU-27 (1,62%) ein leichtes Wachstum zu verzeichnen hatten. Die Rezession wäre noch stärker ausgefallen, hätten die Exporte nicht so kräftig zugenommen (+12,2%). 2014 lag das Wirtschaftswachstum in Slowenien real bei 3 Prozent und konnte somit nach zwei schwächeren Jahren wieder wachsen. Maßgeblich daran beteiligt waren der Produktions- und Bausektor, die die meisten Arbeiter im Land beschäftigen und so die Exportstärke Sloweniens sichern.

Wirtschaftsdaten kompakt: Slowenien

    (GTAI, Stand: Mai 2015)