Sloweniens Wirtschaftswachstum gebremst vom Arbeitskräftemangel

04.09.17 Wirtschaftsnachrichten

Quelle: MMC RTV SLO

Nach den Angaben des slowenischen statistischen Amts ist der BIP im zweiten Quartal um 4,4 % gestiegen. Dennoch wird ein größeres Wirtschaftswachstum vom Arbeitskräftemangel gebremst, so das slowenische Institut für makroökonomische Analyse und Entwicklung (UMAR).

Den Angaben nach, war das reale Wachstum des BIPs niedriger als in den ersten drei Monaten 2017, nachdem es auf der Jahresbasis nach der berichtigten Bewertung von 5,3 % auf 5,1 % korrigiert wurde. Dennoch sind die Wirtschaftswachstumsraten im Vergleich zum Vorjahr deutlich höher.

Die steigende Auslandsnachfrage, geprägt von den günstigen wirtschaftlichen Bedingungen im internationalen Raum, wirkt sich weiterhin positiv auf das wirtschaftliche Bild Sloweniens aus. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Exporte im zweiten Quartal um 8,3 %, wobei die Exporte von Waren um 8,1 % und die Exporte von Dienstleistungen um 9,4 % stiegen sind. Die Importe sind im Vergleich zum gleichen Zeitraum vergangenen Jahres um 7,9 % gestiegen. Die positive Außenhandelsbilanz trug 1,1 Prozentpunkte zum Wirtschaftswachstum bei, so das slowenische statistische Amt.

Auch der Inlandsverbrauch wächst weiterhin, wobei das Wachstum im zweiten Quartal moderater war als im ersten Quartal. Im zweiten Quartal stieg der Inlandsverbrauch im Vergleich zum Vorjahr um 3,7 % nach 5,6 % im ersten Quartal.

UMAR warnt vom Arbeitskräftemangel

"Die seit drei Jahren anhaltende Wachstumszeit setzt sich fort", sagt das slowenische Institut für makroökonomische Analyse und Entwicklung (UMAR).

Die Exporte bleiben mit hoher Wachstumsrate weiterhin ein wichtiger Wachstumsfaktor, der durch den Anstieg der Auslandsnachfrage stimuliert und durch steigende Wettbewerbsposition der slowenischen Unternehmen gefordert wird. Außerdem sind die Exporte eng mit dem weiteren Produktionswachstum im verarbeitenden Gewerbe verknüpft. Die Situation verbessert sich auch in den meisten Marktaktivitäten. 

Dennoch betont UMAR, dass "mit der Intensivierung der Wirtschaftstätigkeit und den Auswirkungen des demografischen Wandels der Arbeitskräftemangel in diesem Jahr nach den Berichten der Unternehmen zum Hauptbegrenzungsfaktor für das weitere Wachstum der Wirtschaftstätigkeit geworden ist".

Quelle: MMC RTV SLO