Deutschland: Arbeitslosenzahl fällt auf 26-Jahres-Tief

05.06.17 Wirtschaftsnachrichten

Quelle: FAZ

Die Arbeitslosenquote ist im Mai auf 5,6 Prozent gesunken. In keinem anderen Land in Europa gibt es anteilig weniger Arbeitslose.

Erstmals seit 26 Jahren sind in Deutschland weniger als 2,5 Millionen Arbeitslose registriert. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) zählte im Mai 2,498 Millionen Arbeitslose. Noch weniger Menschen waren zuletzt im Juni 1991 ohne Arbeitsplatz. Auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen, die länger als zwölf Monate keinen Job hätten, sei im Vorjahresvergleich gesunken. Der Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit werde die BA in den nächsten Jahren besondere Aufmerksamkeit widmen.

Im Mai wurden 71.000 Arbeitslose weniger registriert als im April und 166.000 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote verringerte sich um 0,2 Prozentpunkte auf 5,6 Prozent. Unter Herausrechnung der jahreszeitlichen Schwankungen ging die Zahl der Arbeitslosen um 9000 zurück. Volkswirte hatten mit einer Abnahme um 15.000 gerechnet.

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ging im Jahresvergleich um 97.000 auf 910.000 zurück. Über die Hälfte der Langzeitarbeitslosen habe keine abgeschlossene Berufsausbildung. Aber nur 17 Prozent aller angebotenen Stellen lägen im Helferbereich und richteten sich damit auch an gering qualifizierte Menschen. Dort fielen Angebot und Nachfrage besonders stark auseinander.

In der Eurozone war Deutschland im April Spitzenreiter: Nach einheitlicher Rechnung lag die Arbeitslosenquote in der Bundesrepublik bei 3,9 Prozent und damit so niedrig wie in keinem anderen Euro-Land. Am höchsten ist die Arbeitslosigkeit weiterhin in Griechenland, gefolgt von Spanien. Insgesamt ging die Arbeitslosenquote im Euro-Raum auf 9,3 Prozent zurück und war damit so gering wie seit März 2009 nicht mehr.

Quelle: FAZ